Pressemitteilung: Angriff auf bündnisgrüne Wahlkämpfer in Halle

Einweisung der WahlkämpferInnen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag begannen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit dem Anbringen der Plakate für die Oberbürgermeisterwahl am 01. Juli. Dabei wurden gegen 01:20 Uhr nachts zwei Wahlkämpfer in der oberen Leipziger Straße von einem bisher Unbekannten in Begleitung von zwei weiteren Männern angegriffen.

Nachdem der mutmaßlich betrunkene Täter zunächst HFC- und Fußball-Parolen skandierte, sich dann zu immer abstoßenderen homophoben und antisemitischen Parolen steigerte und die Wahlkämpfer schließlich persönlich bedrohte, beantworteten die grünen Wahlkämpfer aufgrund bisheriger Erfahrungen diese im Hinblick Blick auf eine vermeidbare Eskalation der Situation mit nur wenigen Worten und versuchten, ihn weitgehend zu ignorieren. Daraufhin schlug der gewalttätige Rädelsführer beide ehrenamtlich Engagierten ohne weitere Vorwarnung mit der Faust ins Gesicht und stieß ihre Leiter um. Dabei wurde einer der Beiden, der Landessprecher der GRÜNEN JUGEND, Dennis Helmich, leicht verletzt.

Die herbeigerufene Polizei traf nach 25 Minuten ein , was die beiden Beamten bedauernd durch die hohe Personalbelastung durch das HFC-Spiel am früheren Tag erklärten, und nahm vor Ort eine Anzeige auf. Die Gruppe inkl. Täter war dort leider schon über alle Berge. Der alkoholisierte Täter war etwa 175 – 180 cm groß, stark durchtrainiert muskulös, etwa 35-40 Jahre alt und sonnenbankgebräunt. Seine beiden Begleiter, die nicht mäßigend eingriffen, waren von durchschnittlicher Statur.

Oliver Paulsen hängt Plakate

Dennis Helmich, Sprecher der GRÜNEN JUGEND in Sachsen-Anhalt, ist sauer: „Ich bin immer noch erschüttert über den Angriff. Die Tatsache, dass der Täter eindeutig rechtsextreme Sprüche von sich gab, bestärkt mich und die GRÜNE JUGEND weiterhin und jetzt noch intensiver für Demokratie und gegen rechtsradikale Einstellungen vorzugehen.“

Dazu Oliver Paulsen, Oberbürgermeisterkandidat der Grünen in Halle und am gleichen Abend selber aktiv beim Plakate hängen: „ Angriffe auf Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer müssen konsequent thematisiert werden. Denn durch solche Angriffe ist nicht nur die demokratische Kultur gefährdet, sondern auch all diejenigen, die sich aktiv für Parteien engagieren und in ihrer Freizeit Wahlkampf betreiben. “

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