Klimaschutzkommune Halle

Die Stadt Halle als Verbraucherin und Vorbild

Städte haben eine besondere Verantwortung bei der Erfüllung der Klimaschutzziele. Hier wirkt die Vorbildfunktion einer nachhaltig handelnden Stadtverwaltung mit direkten Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen und der Möglichkeit für einen großflächigen Einsatz Erneuerbarer Energien zusammen. Ein als Querschnittsziel in der Stadtentwicklung verankerter Klimaschutz bleibt nicht länger abstrakt sondern führt rasch zu Ergebnissen und inspiriert jedeN EinzelneN zu eigenem Handeln.

klimakommuneDie weltweiten CO2-Emissionen müssen bis zum Jahr 2015 auf dem Niveau von 1990 stabilisiert und bis zum Jahr 2050 halbiert werden, wenn die fortschreitende Erwärmung der Erde wenigstens auf zwei Grad Celsius bis zum Ende dieses Jahrhunderts begrenzt werden soll. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Emissionen an Kohlenstoffdioxid müssen daher auch in Halle von einem für Industrienationen durchschnittlichen Wert von elf Tonnen auf ein klimaverträgliches Maß von weniger als drei Tonnen reduziert werden. In diesen Pro-Kopf-Werten sind auch die Emissionen aus dem persönlichen Konsum- und Freizeitverhalten zu berücksichtigen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen wir den CO2-Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent senken.

Die bisherige Reduktion von Treibhausgasen ist in großem Maße auf die negative demografische Entwicklung und den Zusammenbruch der alten Industriestruktur zurückzuführen. Sie ist wegen der immer noch sehr hohen CO2-Emissionen lange nicht ausreichend. Erfolge im Klimaschutz dürfen sich nicht nur auf eine allgemeine Schrumpfung stützen sondern müssen auch bei einer wachsenden Bevölkerungszahl unserer Stadt realisiert werden. Wir wollen den Klimaschutz als Ergebnis eigener Anstrengungen! Nur so haben wir eine realistische Chance, den Klimawandel und seine negativen Auswirkungen zu begrenzen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Halle setzen mit ihrem Konzept zur „Klimaschutzkommune Halle“ dort an, wo der städtische Verantwortungs- und Handlungsbereich liegt. Dabei sehen wir nicht nur den halleschen Stadtrat in der Pflicht, sondern möchten darüber hinaus auch weitere kommunale Akteure wie die Stadtverwaltung, die städtischen Unternehmen oder die Wohnungsbaugesellschaften ansprechen. Wir setzen dabei nicht nur auf einen breiten Diskurs, sondern letztendlich auch auf einen breiten Konsens, der Halle zu einem Vorreiter des Klimaschutzes in Sachsen-Anhalt macht.

Das vollständige Strategiepapier ist  hier herunterzuladen: Grünes Klimaschutzpapier Halle

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