Gemeinwohlinteressen am Hufeisensee abwägen & Baugebiete in Halle klug entwickeln

PRESSEMITTEILUNG

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Halle (Saale) sehen das Agieren der Stadtverwaltung zum Hufeisensee kritisch und äußern sich zu den in der Beigeordnetenkonferenz am 03. Juli 2018 bekannt gewordenen Plänen zur Entwicklung von neuen Einfamilienhausgebieten in Halle-Ost.

Melanie Ranft, Stadtvorsitzende und Stadträtin, erklärt zu der seitens der Stadtverwaltung geplanten Änderung des bestehenden Bebauungsplanes am Hufeisensee: „Bereits mit der Errichtung des Golfplatzes wurde ein zuvor für alle zugängliches Naherholungsgebiet und die vorhandenen Naturräume stark beschränkt. Die Befürworter dieser Entwicklung am und um den Hufeisensee herum argumentierten damals mit einem Gleichgewicht von Sportnutzungsmöglichkeiten, Erholungsbedürfnissen und Naturschutz. Nur drei Jahre später soll dies nun aufgegeben werden. Für die Verwaltungsspitze sind Wünsche von Investoren augenscheinlich wichtiger als andere Aspekte, wie sie zum Beispiel im Rahmen der Bürgerversammlung in Büschdorf am 21. Juni 2018 zahlreich geäußert wurden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen weiterhin für eine naturnahe und umweltverträgliche Entwicklung am Hufeisensee.“

Die Fraktionsvorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Dr. Inès Brock äußert sich außerdem zu den Absichten des Oberbürgermeisters zur schnellen Entwicklung von neuen Wohngebieten in Halle-Ost: „Der Stadtrat sollte darüber diskutieren, wie neue Wohnbauflächen wo im Stadtgebiet klug aus einer übergeordneten Bauleitplanung entwickelt werden können und welche Bebauung jeweils sinnvoll ist. Hierzu gehört wie vom Beigeordneten Stäglin bereits geäußert, auch die Berücksichtigung der Umweltbelange, der Erhalt wertvoller Ackerflächen und die Anbindung an den ÖPNV, damit zunehmendem Individualverkehr begegnet werden kann.

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