Pressemitteilung: Unvernünftig und kurzsichtig – Einsparungen an der MLU schaden Halle

Am Dienstag, den 20. Januar 2015, hat das Kabinett Haseloff die Hochschulstrukturplanung des Landes beschlossen. Er sieht auch weiterhin erhebliche Einsparungen an der Martin-Luther-Universität vor.
Dazu die Stadtvorsitzende Julia Burghardt: „Mit Erschrecken nehmen wir zur Kenntnis, dass alle sehr breit aufgestellten Proteste, an denen sich auch der Stadtverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Halle beteiligt hat, scheinbar nichts geholfen haben und an der Universität Halle bis 2019 mindestens 670 Studienplätze wegfallen. Mit ihrer unvernünftigen Politik schadet die CDU-SPD-Landesregierung nicht nur der Universität sondern auch der Stadt Halle.“
Der Stadtvorsitzende Dr. Sebastian Kranich ergänzt: „Es ist zwar erfreulich, dass sich die Landesregierung klar zu den Medien- und Kommunikationswissenschaften bekennt. Doch stellt sie zugleich wichtige Standortfaktoren wie das Institut für Informatik in Frage und fordert eine Schließung des Studienkolleges in Halle. Besonders das Studienkolleg, an dem ausländische Studierende auf ein Hochschulstudium in Deutschland vorbereitet werden, ist ein Leuchtturm für ein weltoffenes Sachsen-Anhalt und nimmt eine wichtige Integrationsaufgabe wahr. Gerade vor dem Hintergrund ausländerkritischer Bewegungen wie „Legida“ ist es äußerst kurzsichtig und nicht nachvollziehbar solch eine Institution zu schließen.“

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