Radverkehrskonzeption für Halle war überfällig

– jetzt kommt es auf Umsetzung an!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Halle (Saale) begrüßen die überfällige Fortschreibung der Radverkehrskonzeption der Stadt Halle nach fast 20 Jahren. Sie zeigt einerseits deutlich die bisherige systematische Vernachlässigung des Radverkehrs auf. Andererseits werden in ihr viele richtige und zukunftsweisende Ziele zur Förderung dieser umweltfreundlichen, gesunden, platzsparenden und preiswerten Form von Mobilität formuliert.

Dazu Dr. Sebastian Kranich, Stadtvorsitzender: „Halle hat als Stadt der kurzen Wege viel Potential als Fahrradstadt. Aktuell beträgt der Anteil des Radverkehrs am Gesamverkehrsaufkommen 13 Prozent. Bis zum Jahr 2019 streben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Steigerung von mindestens 20 Prozent an. Grundlegend für das Erreichen dieses Ziels ist die Schaffung eines durchgängigen Verkehrswegenetzes mit zentralen Routen für den Alltagsradverkehr. Dazu gehört endlich auch eine vernünftige Radverkehrsverbindung für die Strecke vom Hauptbahnhof zum Marktplatz. Mindestens die Hauptrouten der Radwege sollten im Winter vom Schnee frei geräumt werden.“

Julia Burghardt, Stadtvorsitzende, ergänzt: „Papier ist geduldig. Jetzt kommt es auf die Umsetzung der Radverkehrskonzeption an: Einbahnstraßen müssen für den Radverkehr freigegeben und Abstellanlagen für Räder  genauso selbstverständlich geplant und geschaffen werden wie PKW-Parkplätze. Überfällig ist auch ein Leihradangebot, wie es bereits in vielen deutschen Städten Realität ist. Fahrradtourismus in der Stadt und im Umland muss als Wirtschaftsfaktor zum Beispiel durch einen Ausbau und bessere Ausschilderung des Saale-Radwanderweg ernst genommen werden.“ 

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